Drehmomentwerkzeuge
nach EN ISO 6789
Drehmomentschlüssel mit Biegestabhebel

Als „Drehmomentschlüssel“ bezeichnet man handgeführte Schraubwerkzeuge, mit denen eine definierte Anzugskraft (Moment) auf Verbindungselemente wie Schrauben oder Muttern ausgeübt werden kann. Nach EN ISO 6789 unterscheidet man Drehmoment-Schraubwerkzeuge in anzeigende (Typ I) oder auslösende (Typ II) Modelle.


Typ I – zeigt den Drehmomentwert über eine mechanische Skale, eine Messuhr oder eine elektronische Anzeige (“Meßschlüssel”):

Typ II – wird auf eine bestimmten Sollwert voreingestellt und löst ein Signal aus, sobald der eingestellte Wert erreicht ist (“Knackschlüssel”):

  • Klasse A: verstellbar, mit Skale oder Digitalanzeige
  • Klasse B: fest eingestellt
  • Klasse C: verstellbar, ohne Skale
  • Klasse D: Schraubendreher, verstellbar, mit Skale oder Digitalanzeige
  • Klasse E: Schraubendreher, fest eingestellt
  • Klasse F: Schraubendreher, verstellbar, ohne Skale
  • Klasse G: mit Biegestabhebel, verstellbar, mit Skale

Festgelegter Messbereich


Die Anforderungen und Prüfverfahren der EN ISO 6789 gelten für einen Messbereich von 20% bis 100% der Belastbarkeit (Nennmoment). Der tatsächliche Arbeitsbereich eines Drehmoment-Schraubwerkzeuges kann davon abweichend auch niedriger beginnen.


Zugelassene Abweichung Typ I

  • Klasse A, D: ± 6%
  • Klasse B, C E: bis 10 Nm ± 6%, darüber ± 4%

Zugelassene Abweichung Typ II

  • Klasse A, B, C: bis 10 Nm ± 6%, darüber ± 4%
  • Klasse D, E, F, G: ± 6%

Geforderte Kennzeichnung


Gemäß EN ISO 6789 sind die durch uns gelieferten handbetätigten Drehmomentwerkzeuge zumindest mit folgenden Angaben dauerhaft und gut lesbar gekennzeichnet:

  • Belastbarkeit (max. Drehmoment)
  • Maßeinheit
  • Funktionsrichtung (sofern nicht bidirektional anwendbar)
  • Hersteller oder Marke
  • Seriennummer (sofern eine Kalibrierbescheinigung mitgeliefert wird)


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