Auslösende Drehmomentschlüssel
ISO 6789 Typ II – wird auf bestimmten Sollwert voreingestellt, löst bei Erreichen ein fühl-/hörbares Signal aus. Folgende Varianten können Sie finden:
- Drehmomentschlüssel mit Kurzwegauslösung ("Knackschlüssel" oder "Klicker")
- Sollwert wird voreingestellt
- Erreichen des Sollwertes löst Signal aus
- Krafteinwirkung muss durch anwendende Person unmittelbar gestoppt werden
- Drehmomentschlüssel mit Langwegauslösung ("Abknickschlüssel" oder "Begrenzungsschlüssel")
- Sollwert wird voreingestellt
- Bei Erreichen des Sollwertes knickt der Schlüssel mechanisch bis zu 90° weg – minimiert somit die Erschütterung der Baugruppe(n)
- Krafteinwirkung wird physisch unterbrochen, ein Überziehen eher unwahrscheinlich
- Drehmomentschlüssel mit Überlaufkupplung ("Slipper" oder "Nockenschlüssel")
- Sollwert wird voreingestellt
- Erreichen des Sollwertes führt zu mechanischem Überlauf/Schlupf
- Krafteinwirkung wird unterbrochen
Korrekt angewendet, wird die Schraube mit einer stetigen, gleichmäßigen Bewegung festgezogen, bis der Auslösepunkt erreicht ist. Die Krafteinbringung soll mit Erreichen des Zielmoments beendet werden. Zu langsames, unterbrochenes oder Ziehen mit wechselnden Geschwindigkeiten, auch "Reißen" oder "Pumpen", ebenso wie mehrmaliges "Draufgehen", führt mit ziemlicher Sicherheit zu falschen Ergebnissen.
Verwenden Sie keine Verlängerungsstangen oder Rohre, die die wirksame Länge des Werkzeugs verändern. Ein überhöhtes Drehmoment kann zu irreparablen Schäden führen. Achten Sie daher darauf, dass am oberen Ende des Drehmomentbereichs ein ausreichender Spielraum vorhanden ist und beachten Sie strikt die spezifischen Drehmomentvorgaben für die jeweilige Anwendung.
Wählen Sie nur passendes Zubehör. Verwenden Sie keine abgewinkelten Köpfe oder Kopfverlängerungen, die nicht für das Werkzeug ausgelegt sind. Verwenden Sie ausschließlich Steckschlüssel, Bits und Antriebsadapter, deren Festigkeit gewährleistet ist, um dem beim Einsatz auftretenden Drehmoment standzuhalten.