RSI Syndrom
durch wiederholte monotone Bewegungsabläufe
Grafik RSI Syndrom
Krankheitsbild

Das RSI-Syndrom (von engl. Repetitive Strain Injury, zu deutsch: Verletzung durch wiederholte Belastung) ist ein komplexes Krankheitsbild. Es äußert sich zunächst in Form von Kraftverlust, Gelenksteifigkeit und Missempfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln, kann aber auch zu Koordinationsstörungen der Arme und Hände führen. Schmerzen treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf.


RSI entsteht durch eine chronische Schädigung des Bewegungsapparates vor allem im Hand-, Arm-, Schulter- und Nackenbereich infolge lang anhaltender monotoner Bewegungsabläufe. Dadurch kommt es zu wiederholten Mikroverletzungen der Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und/oder Nerven. Diese könnten zunächst noch ohne Folgen ausheilen, führen bei fortgesetzter Belastung im Laufe der Zeit jedoch über eine Narbenbildung meist zu chronischen Beschwerden. 



Betroffene


RSI wird hauptsächlich bei Menschen diagnostiziert, die über längere Zeit immer dieselben Bewegungen ausführen (müssen), z.B. bei Arbeitskräften am Fließband oder in der Serienfertigung, bei KassiererInnen, SekretärInnen oder InformatikerInnen sowie auch allen anderen BildschirmarbeiterInnen (“Mouse-Arm”).



Berufskrankheit


In den Vereinigten Staaten gilt RSI seit Ende des Jahres 1998 als anerkannte Berufskrankheit für verschiedene Berufe. Wie aus einem Bericht der U.S. National Academy of Sciences an das amerikanische Parlament hervorgeht, ist der Zusammenhang zwischen stereotypen Bewegungsabläufen am Arbeitsplatz und muskulo-skeletalen Gesundheitsstörungen als wissenschaftlich bewiesene Tatsache zu begreifen.



Prophylaxe


In der modernen Arbeitswelt sind ständig wiederkehrende Bewegungsabläufe weit verbreitet. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche RSI-Prävention sind eine gute Arbeitshaltung und gute ergonomische Arbeitsbedingungen von größter Bedeutung. Dafür gelten bestimmte Richtlinien, die vom Gesetzgeber und von verschiedenen Organisationen erlassen wurden.


Tipp: An der Montagelinie läßt sich das RSI-Risiko beispielsweise durch den Einsatz von reaktionsmomentfreien Yokota-Impulsschraubern signifikant reduzieren. In der Folge gehen die durch Beschwerden am Bewegungsapparat verursachten Krankmeldungen merklich zurück, die Akzeptanz durch den Bediener steigt deutlich. Gleichsam zahlreiche Arbeitsgänge, wo sonst Handzangen benutzt werden, können gesundheitsschonend mit pneumatischen Zangen durchgeführt werden.



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